Gewinner & Verlierer der Free Agency
Moin moin! Die wichtigsten Wechsel in der Free Agency liegen hinter uns und der Draft lässt noch gut drei Wochen auf sich warten, also lassen wir das Geschehene halt mal Revue passieren. Dabei schauen wir uns jetzt ein paar meiner Gewinner und Verlierer dieser Wechsel-Arie an, vor allem natürlich in Bezug auf Fantasy Football.
Gewinner der Free Agency
Kirk Cousins
Der neue Quarterback der Minnesota Vikings hat nicht nur im echten Football-Leben ordentlich abgesahnt, sondern auch seinen Wert im Fantasy Football nochmal steigern können. Während er in Washington noch mehr oder weniger alleine für die Offensive der Redskins verantwortlich war, findet er im kalten Norden in Diggs, Thielen und Rudolph deutlich bessere Passempfänger vor. Zudem wird er mit einem, hoffentlich gesunden, Dalvin Cook auch endlich mal Unterstützung durch das Laufspiel bekommen. Das größte Fragezeichen sehe ich momentan bei der O-Line, und ob diese auch in der neuen Saison auf ähnlichem Niveau agieren kann.
Michael Crabtree
Jon Gruden wollte den Krabbenbaum nicht mehr haben und somit wurde er von den Raiders entlassen. Nicht mal 24 Stunden später hatte er bei den Ravens schon ein neues Zuhause gefunden. Und dort gibt es kaum Konkurrenz für ihn. Während er in Oakland noch mit Cooper und Cook teilen musste, haben die Ravens einfach keine nennenswerten Wide Receiver oder Tight Ends. Auch wenn der Wechsel von Derek Carr zu Joe Flacco ein Rückschritt ist, sollte er alleine aufgrund der Masse von Targets einen ordentlichen Schub, vor allem in Ligen mit PPR, bekommen.
Jimmy Graham
Wie kann man ein Gewinner sein, wenn man keine Pässe mehr von Russell Wilson (und zuvor von Drew Brees) zugeworfen bekommt? Ich denke, indem man nun von Aaron Rodgers in Szene gesetzt wird. Dazu wird Graham, trotz schwankender Leistungen in Seattle, weiterhin so fürstlich bezahlt wie eh und je. Eine Gefahr in der Endzone bleibt er aber allemal und die Chancen auf viele Touchdowns sind nicht nur durch Mr. Rodgers gegeben, sondern auch durch den Verlust von dessen Lieblingsziel Jordy Nelson. Die Packers müssen ihre Tight Ends nur generell mal mehr in die Offensive einbinden…
Jerick McKinnon
Der vierthöchst bezahlte Running Back der Liga – wow! Also wird er zumindest schon mal wie ein Stud bezahlt. In der Offensive von Kyle Shanahan, ehemals Offensive Coordinator der Falcons, soll er den Part von Devonta Freeman kopieren. Das bedeutet, er wird auch vermehrt im Passspiel eingesetzt werden, was McKinnon besonders in PPR-Ligen interessant macht. Fraglich ist aber, ob er dafür schon bereit ist, denn die Rolle des Starters ist Neuland für ihn. Die Konkurrenz im Roster der 49ers ist mit Breida und Williams momentan aber auch sehr bescheiden.
Tyrod Taylor
In Buffalo wurde er ja fast schon vom Hof gejagt, aber die Browns empfangen ihn mit offenen Armen. Zumindest in der kommenden Saison sollte er die unangefochtene Nummer Eins sein (außer Hue Jackson macht wieder Hue-Jackson-Dinge). Mit seiner außerordentlichen Mobilität ist er nach wie vor durch das Laufspiel für ein paar Fantasy-Punkte gut, aber mit Blick auf seine neue Offensive, rund um Coleman, Gordon, Landry und Njoku, dürften sich auch seine Statistiken im Passspiel deutlich verbessern. Cleveland muss nur einen ansatzweise adäquaten Ersatz für Joe Thomas finden um Taylor zu schützen.
Verlierer der Free Agency
Eric Ebron
Ebron war nie sehr beliebt in Detroit, konnte er doch seiner Auswahl an zehnter Stelle im Draft 2014 nie gerecht werden. Trotz seiner unbestreitbaren Athletik war er nie die erhoffte Gefahr in der Endzone. Jetzt muss er sich in Indianapolis zudem auch noch mit Jack Doyle konkurrieren. Wenn die Colts nicht vermehrt auf Sets mit zwei Tight Ends setzen, könnte Ebrons Value weiter sinken. Und überhaupt weiß niemand so genau, was denn wirklich mit Andrews unglücklicher Schulter ist.
Carlos Hyde
Mit seinem Wechsel nach Cleveland hat Hyde nun nicht mehr das Backfield für sich, Duke Johnson wird auch seine Spielanteile bekommen und wer weiß, vielleicht kommt auch ein gewisser Saquon Barkley noch nach Ohio. Zudem bekommt er mit Taylor einen Quarterback, der selbst auch gerne läuft. Immerhin konnte er letzte Saison seine Verlässlichkeit beweisen, indem er alle Spiele gestartet ist.
Jarvis Landry
400 Receptions in vier Jahren – vor allem in Sachen PPR war Landry aufgrund dieses Volumens in seinen ersten NFL-Jahren unter Fantasy-Footballern sehr beliebt. Durch seinen Wechsel zu den Browns wird er sich die Targets jetzt aber teilen müssen, was seinem Marktwert zwangsläufig einen Dämpfer verpasst.
Jordy Nelson
Jeder Wechsel weg von einem Quarterback wie Aaron Rodgers ist ein herber Schlag für einen Wide Receiver, besonders wenn man so eine Synergie auf dem Feld hatte wie die beiden. Wie gut er in Oakland mit Carr harmonieren wird, steht noch in den Sternen, aber durch den Abgang von Crabtree sind zumindest Targets frei geworden.
Sammy Watkins
Seine Fantasy-Saison in Los Angeles war sehr bescheiden, ohne die Touchdowns wäre sie vermutlich nicht mal der Rede wert. Ob das jetzt in Kansas City viel besser wird, darf bezweifelt werden. Dort muss er sich die Targets mit Kelce, Hill und gegebenenfalls auch Hunt teilen. Er könnte im schlimmsten Fall also nur die vierte Option in der Offense sein. Die 48 Millionen Dollar in drei Jahren (30 davon garantiert), würden ihn das aber sicher verschmerzen lassen.
Natürlich gab es noch viele weitere interessante Wechsel, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Die Sommerpause ist ja leider noch lang… Kommentare und Anmerkungen sind natürlich gerne gesehen, entweder gleich hier drunter, in den sozialen Medien oder auch direkt an mich.
Tschüss! Euer Benni
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