TNF Week 7: Starts und Sits

TNF Week 7: Starts und Sits
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Moin moin und hallo! Mittlerweile befinden wir uns in Woche 7 der hundertsten NFL-Saison und wenn wir die Patriots und ihren bis dato dankbaren Schedule mal außen vor lassen, kommt das bisher alles ziemlich spannend daher. Teams wie die Chargers, Cowboys oder Rams wurden vor der Saison nicht selten als Contender gehandelt, aber schwächeln die letzten Wochen doch deutlich, von den Falcons wollen wir gar nicht erst reden. Auf der anderen Seite muss man definitiv die weiterhin ungeschlagenen 49ers hervorheben, die ihr Ding konsequent durchziehen. Mal schauen, was uns diese Woche erwartet, doch nun kümmern wir uns erstmal um das nächste TNF und Starts und Sits.

Weitere Informationen und Tipps zu den Spielen am Wochenende bekommt ihr dann wie gewohnt später in unserem Fantasy-Podcast auf die Ohren.

Kansas City Chiefs @ Denver Broncos

Letzte Woche hatten wir das erwartet einseitige Spiel und vor ein paar Wochen wäre man von einem ähnlichen Verlauf für die heutige Nacht ausgegangen. Die sonst so fulminante Offense der Chiefs scheint aber etwas ins Stocken geraten zu sein und die Broncos finden ohne Bradley Chubb immer mehr zu ihrer defensiven Identität.

Dieses Division-Duell findet seit 1960 statt und wurde seitdem 118 Mal ausgetragen. Den Vergleich führen die Chiefs insgesamt mit 63 zu 55 an und gewannen dabei die letzten sieben Spiele in Folge. Das einzige Playoff-Spiel gegeneinander konnten aber die Broncos für sich entscheiden. Das Ende vom Lied war der erste Super Bowl für Denver und John Elway.

Quarterbacks

Patrick Mahomes

Darf ich an dieser Stelle etwas Gotteslästerung betreiben und sagen Patrick Mahomes spielt die letzten paar Wochen nicht mehr von dem ganz hohen Podest aus, wie wir es mittlerweile gewohnt sind? Klar, die Colts und Texans haben es zuletzt gut geschafft die Uhr zu melken, aber dennoch ließen die letzten Auftritte ihn endlich menschlich wirken. Auf Fantasy Football lässt sich das aber kaum übertragen, denn seit Beginn der Saison ist Mahomes jede Woche in den Top 12 zu finden (die letzten drei Wochen aber eben auch „nur“ am Ende dieser). Mit Tyreek Hill hat er eins seiner Lieblingsziele zurück und das wird er gegen eine starke Defense der Broncos auch nötig haben. Diese lässt im Schnitt bisher keine zehn Punkte gegen Quarterbacks zu, aber lange Rede, kurzer Sinn: Egal was ich noch schreiben könnte, Mahomes lässt man sowieso nicht auf der Bank. START.

Joe Flacco

Alle, mit denen ich öfter mal über Football rede, wissen, dass ich kein großer Fan von Joe Flacco bin. Aber hier kann ich die persönliche Abneigung auch gut außen vor lassen, denn bis auf das Spiel gegen die Jaguars in Woche 4 konnte er bisher keine Argumente für Fantasy-Relevanz liefern. Zudem blieb er jetzt zwei Spiele in Folge unter 200 Passing Yards. Das einzige was für ihn spricht, ist das Matchup und das reicht mir nicht. SIT.

Streaming-Tipps

Wer noch einen Quarterback zum Streamen für diese Woche sucht, für den gibt es jetzt noch ein paar interessante Alternativen:

Josh Allen vs. Dolphins

Jimmy Garoppolo at Redskins

Jared Goff at Falcons

Daniel Jones vs. Cardinals

Gardner Minshew at Bengals

Running Backs

LeSean McCoy, Damien Williams und Darrel Williams

Das Backfield in Kansas City ist eine ganz unangenehme Situation. Wie ich es drehe und wende, ich finde einfach keine Gründe dafür irgendeinen der drei mit voller Überzeugung zu starten.

Im Normalfall werden sich LeSean McCoy und Damien Williams den Großteil der Snaps teilen. Die Broncos sind gegen den Lauf defintiv anfälliger als gegen den Pass, auch wenn sie Derrick Henry letzte Woche abmelden konnten. Auf Grund des Timeshares sind beide für mich maximal eine FLEX-Option.

Darrel Williams fällt in die Kategorie Fantasy-Unsympath – selber kann man ihn nie guten Gewissens aufstellen und gleichzeitig erhält er so viele Snaps, um den Wert der anderen zu mindern. SIT.

Phillip Lindsay und Royce Freeman

Von einem Komitee ins nächste… wenigstens haben wir hier nur zwei Spieler, die sich gegenseitig um Punkte erleichtern.

Nach sechs Wochen muss man sagen, dass hier Phillip Lindsay die Nase vorne hat. Auch wenn die Snaps und Touches sehr ausgeglichen sind, sprechen vor allem die Touchdowns für ihn. Die Chiefs-Defense ist dazu noch ein dankbares Matchup und deswegen gibt es einen START.

Ich hab das Gefühl, Royce Freeman fehlt ein richtiges Breakout-Spiel, um endlich richtig in Denver anzukommen. Knapp sieben Yards pro Reception und 4,3 Yards pro Carry lesen sich nicht schlecht, aber vor allem der besagte Weg in die Endzone muss endlich mal klappen. Ohne diesen bleibt er in der gleichen Kategorie wie McCoy und Williams auf der anderen Seite, sprich zur Not geht er als FLEX durch.

Wide Receivers

Tyreek Hill

Lassen wir mal seinen Ballast abseits des Platzes außen vor, dürften sich zumindest seine Owner freuen, dass Tyreek Hill endlich wieder da ist. Gleich im ersten Spiel nach seiner Schulterverletzung sah er mit Abstand die meisten Targets (10), obwohl er nur die Hälfte der Snaps spielte. Trotz kurzer Woche konnte er durchgehend voll trainieren und sollte auch im Game Plan gegen die Broncos die gewohnt große Rolle spielen, vor allem, da Sammy Watkins erneut ausfällt. Trotz des schwierigen Matchups gegen die Secondary der Broncos geb ich ihm den START.

Demarcus Robinson, Mecole Hardman und Byron Pringle

Jeder dieser drei ist nur ein langes Brot oder Gadget Play von der Fantasy-Relevanz entfernt, aber wer wird es bekommen? Egal, darauf verlassen sollte sich eh niemand. Am ehesten traue ich in diesem Fall noch Hardman, aber für einen Start reicht es auch bei ihm nicht. Für alle gilt SIT.

Courtland Sutton und Emmanuel Sanders

Klammheimlich hat Courtland Sutton sich zum WR1 der Broncos gemausert. In Fantasy-Football-Kreisen wird er noch etwas stiefmütterlich behandelt, aber er ist zur Zeit WR12 im PPR-Format. Die Chiefs sind dieses Jahr erstaunlich gut gegen Wide Receiver und ließen nur dreimal mehr als 20 Punkte von einem Spieler zu (zwei davon direkt in Woche 1). Okay, die Gegner laufen auch viel, um Mahomes länger draußen sitzen zu lassen, aber im Vergleich zum letzten Jahr ist das schon überraschend gut. Als Flaccos erste Option mit knapp acht Targets pro Spiel lassen sich aber auch hier WR2-Zahlen erwarten. START.

Emmanuel Sanders hat sich scheinbar von seinen Knieproblemen erholt und steht für das Spiel bereit. Mit 6,2 Targets pro Spiel kann man durchaus überlegen ihn anzuspielen. Andererseits ließen die Chiefs bisher aber erst zweimal zwei gegnerische Receiver mit double digits points zu. Dazu waren drei der letzten vier Spiele von Sanders, gelinde gesagt, enttäuschend. SIT.

DaeSean Hamilton

Der Vollständigkeit halber wird auch DaeSean Hamilton hier erwähnt, relevant war er diese Saison aber noch nicht. SIT.

Tight Ends

Travis Kelce

Wir befinden uns mitten in der Saison und Travis Kelce ist trotz des langen Ausfalls von Tyreek Hill „nur“ TE3… verrückt. Vielleicht rücken die Tiers bei den Tight Ends wirklich langsam wieder enger zusammen, was nur wünschenswert ist. Auf jeden Fall sieht Kelce 8,2 Targets pro Spiel und liefert damit im Schnitt 14,6 Punkte ab. Und sowieso ist er immer ein START.

Noah Fant

Rookie Noah Fant konnte sich schnell als erste Receiving-Option unter den Tight Ends der Broncos etablieren, relevant ist er dennoch nicht wirklich. Knapp drei Targets pro Spiel sind nicht gerade überwältigend und zusätzlich muss er sich die Snaps mit Jeff Heuerman teilen. Für die Zukunft sind seine aktuellen Spielanteile sicher förderlich, aber im Hier und Jetzt gibt es trotz des sehr guten Matchups ein SIT.

Streaming-Tipps

Wer wie ich gerne seine Tight Ends streamt, für den habe ich hier noch ein paar Alternativen:

Hunter Henry at Titans (falls die Mitspieler sein Comeback verschlafen haben)

Jimmy Graham vs. Raiders

Jason Witten vs. Eagles


Meine Einschätzungen zum Spiel heute Nacht kennt ihr nun. Weitere Starts und Sits gibt es wie bereits erwähnt dann im Podcast zu hören.

Wie erwartet lag ich letzte Woche nochmal richtig und stehe jetzt 2-4 bei meinen TNF-Tipps. Trotz der zahlreichen Ausfälle auf Seiten der Chiefs gehe ich mit Mahomes & co, da ich nicht glaube, dass die Broncos ihre Possessions ähnlich lange ausdehnen können wie die Colts oder Texans zuvor. Ein Upset der Broncos würde mich aber nicht aus allen Wolken fallen lassen. 24:17 für die Chiefs. Bis nächste Woche, tschüss!

Das Nordlicht und der älteste unter uns Jungspunden hier. American Football begleitet mich seit den 90ern. Die erste große Liebe waren die 49ers, die Liebe für's Leben kommt aber aus New Orleans. Who dat!

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