TNF Week 4: Starts und Sits

TNF Week 4: Starts und Sits
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Moin moin und willkommen zur vierten Woche der hundertsten NFL-Saison. Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, sind wir jetzt unter neuer Flagge unterwegs. Da wir uns entschlossen haben, von nun an zwei Podcasts pro Woche aufzunehmen – einen zur NFL und einen zum Thema Fantasy Football – werden sich meine Empfehlungen zu Starts und Sits auf das Spiel in der Nacht auf Freitag beschränken. Weitere Informationen und Tipps zu den Spielen am Wochenende bekommt ihr dann immer später im Podcast auf die Ohren.

Philadelphia Eagles @ Green Bay Packers

Nach zwei Divion-Duellen in Folge, geht es diese Woche etwas entspannter zu, zumindest was Rivalitäten angeht. Nichtsdestotrotz dürfte uns ein hart umkämpftes Spiel erwarten, denn während die Packers ihre saubere Bilanz verteidigen wollen, drohen die Eagles bereits jetzt den Anschluss in der NFC East zu verlieren.

Dieses Spiel wurde seit 1933 insgesamt 43 Mal ausgetragen, die Packers führen dabei den Vergleich mit 27 zu 16 an. Seit 2010 gab es fünf Aufeinandertreffen, von denen die Packers vier für sich entscheiden konnten.

Quarterbacks

Carson Wentz

Letzte Woche hatte es Wentz schon nicht leicht, denn gleich sein halbes Receiving Corps fiel verletzt aus. Das sieht diese Woche etwas besser aus, bis auf DeSean Jackson sind wieder alle Bord. Etwas Sorge macht bisher die sonst so zu recht hoch gepriesene Offensive Line, aber dennoch konnte Wentz gute Leistungen zeigen. In dieser Saison landete er bisher immer unter den Top 10. Zwar gab die Defense der Packers bisher im Schnitt nur 7,38 Punkte an Quarterbacks ab, aber diese waren auch Trubisky, Cousins und Flacco, also Spieler in eher schlechten Passing Offenses. Wentz ist da ein anderes Kaliber und bekommt von mir einen START.

Aaron Rodgers

Während Carson Wentz konstant gute Leistungen zeigt, geht es bei Rodgers aus Fantasy-Sicht eher in die andere Richtung. Er konnte noch nicht einen Spieltag in den Top 16 beenden. Dabei kann man ihm aber das ein oder andere zugutehalten. Beispielsweise scheint zum einen das Playcalling unter Matt LaFleur noch Anpassungsschwierigkeiten zu haben. Die vermutlich gescripteten Drives zu Beginn sehen wirklich gut aus, im weiteren Verlauf scheinen die Adjustments aber nicht zu greifen. Zum anderen traf man auf drei nominell starke Defenses, was heute Nacht aber alles andere als der Fall ist. Mit Ronald Darby fällt der individuell stärkste Cornerback der Eagles zudem aus. Ich finde, die Zeichen stehen gut, dass wir heute eher den altbekannten A-Rod zu sehen bekommen und gebe ihm daher den START.

Streaming-Tipps

Wer noch einen Quarterback zum Streamen für diese Woche sucht, weil Jameis Winston in L.A. bei den Rams oder die potentielle Defense-Schlacht von Patriots und Bills in Buffalo vielleicht nicht so geil klingt, für den gibt es hier noch ein paar interessantere Alternativen:

Philip Rivers at Dolphins

Jacoby Brissett vs. Raiders

Daniel Jones vs. Redskins

Running Backs

Miles Sanders, Jordan Howard und Darren Sproles

Sanders und Howard sind weiterhin in einem Komitee gefangen und so lange dies der Fall ist, für uns Fantasy-Spieler ein Graus. Zwar ist die Run Defense der Packers auf dem Papier ein wunderbares Matchup, aber wer kann daraus besser seinen Nutzen ziehen? Sanders dürfte mehr ins Passspiel eingebunden werden, Howard dagegen bei den Läufen nähe der Goal Line bevorzugt werden. Ich sehe leichte Vorteil für Sanders, aber letztlich sind beide für mich nicht mehr als eine FLEX-Option.

Sproles hingegen hatte eine gute erste Woche mit erstaunlichem Workload, bekommt aber seit nun zwei Wochen keine nennenswerten Spielanteile. Daher ist er ein klarer SIT.

Aaron Jones und Jamaal Williams

So ganz warm werde ich mit Aaron Jones irgendwie nicht. In Woche 1 gegen eine starke Bears-Defense hatte ich ihn berechtigter Weise als Sit. Dann, in einem ebenfalls toughen Matchup gegen die Vikings, mäht er alles nieder und im Spiel gegen die Broncos am Sonntag war er nur durch Touchdowns relevant… Ich habe ein mulmiges Gefühl bei ihm und erwarte maximal RB2-Zahlen, zumal die Eagles den Lauf normalerweise sehr gut verteidigen. Aber wer kann schon einen RB2 auf die Bank setzen? Eigentlich niemand, aber wer es dank Alternativen kann, der sollte es tun. Die Touchdown-Upside lässt mich hier am Ende doch (FLEX-)START sagen.

Jamaal Williams bekommt auf die Saison gesehen fast genauso viele Snaps wie Jones, aber konnte diese noch nicht in Fantasy-Relevanz ummünzen. Wer nicht gerade auf Le’Veon Bell und Running Backs der 49ers gesetzt hat und dank Bye Week nun Probleme hat, der belässt es wie ich einfach bei einem SIT.

Wide Receivers

Alshon Jeffery und Nelson Agholor

Jeffery konnte diese Woche wieder mittrainieren und sollte neben Zach Ertz die meisten Targets sehen. Zwar deuten die Statistiken auf ein schlechtes Matchup hin, aber wie zuvor erwähnt, hat die Secondary der Packers bisher noch keine gute Passing Offense zu Gesicht bekommen. Für mich ist Jeffery die sicherste Option bei den Receivern der Eagles und deswegen sage ich START.

In der Abwesenheit von Jeffery und DeSean Jackson konnte sich Nelson Agholor empor tun und zweimal in den Top 10 landen. Wer auch diese Woche mit ähnlichen Zahlen rechnet, dürfte enttäuscht werden. Wie kann man auch jemandem trauen, der bei den eigenen Fans der Inbegriff von miesen Händen ist. Ich denke, Agholor könnte gegen die Packers ein richtiger Bust sein und sage deshalb SIT.

Mack Hollins und JJ Arcega-Whiteside (JJAW)

Hier können wir es ganz kurz machen. Dank der Ausfälle haben sowohl Hollins als auch JJAW die letzten beiden Wochen deutlich mehr Snaps gesehen als es heute der Fall sein dürfte. Im Zweifelsfall wird vermehrt Hollins bei 3-WR-Sets auf dem Feld stehen, was ihm in Sachen Fantasy Football aber auch nicht hilft. Beides sind klare SITs.

Davante Adams, Marquez Valdes-Scantling (MVS) und Geronimo Allison

Vor der Saison war Davante Adams in der Diskussion um den WR1 im Fantasy Football neben DeAndre Hopkins der meistgenannte Spieler. Nach drei Spielen ist man aber zu recht etwas enttäuscht. Nur in Woche 2 konnte er überhaupt die Top 20 erreichen. Gegen die Eagles-Secondary ist der Breakout aber durchaus möglich und sowieso lässt man seine Studs nie auf der Bank. Also ist er wie immer ein START.

Apropos Breakout, was war das denn von Valdes-Scantling letzte Woche? 6 Receptions für 99 Yards und einen Touchdown. Nicht schlecht gegen eine recht starke Broncos-Defense. Die Eindrücke aus dem letzten Spiel, gepaart mit dem guten Matchup, lassen mich positiv in die Zukunft blicken. Den MVS kann man schon mal als FLEX STARTen.

Nach drei Wochen scheint es klar zu sein, dass Geronimo Allison den Platz hinter Adams als WR2 an Valdes-Scantling verloren hat. Drei potente Receiver könnte man A-Rod zwar zutrauen, aber nicht in der aktuellen Offense. Für mich ist er zu diesem Zeitpunkt ein ganz klarer SIT.

Tight Ends

Zach Ertz und Dallas Goedert

Ähnlich wie bei den Quarterbacks: Die Packers verteidigen gut gegen Tight Ends, aber hatten auch noch keinen ernst zu nehmenden vor der Brust. Eigentlich ist es auch egal, wie schwer das Matchup zu sein scheint, bei Zach Ertz gilt doch sowieso immer START.

Auch Dallas Goedert dürfte nach Verletzungsproblemen wieder voll mitmischen. Für uns Fantasy Footballer ist er aber keine Option. SIT.

Jimmy Graham und Mercedes Lewis

Jimmy Graham konnte die ganze Woche nicht voll trainieren, ist seit zwei Wochen ohne Fantasy-Punkt und sah dabei nur zwei Targets. Alternativ gäbe es da noch Mercedes Lewis, okay und vielleicht noch Robert Tonyan, aber mal ehrlich, wer von euch hat von dem überhaupt schon mal gehört? Einfach Finger weg und gut. SIT.

Streaming-Tipps

Wer wie ich gerne seine Tight Ends streamt oder jetzt erst merkt, dass Jimmy Graham echt nicht die Antwort ist, für den gibt es hier noch ein paar Jungs, die man für Woche 4 in Betracht ziehen könnte:

Will Dissly at Cardinals

T.J. Hockenson vs. Chiefs

Vernon Davis at Giants


Meine Einschätzungen zum Spiel heute Nacht kennt ihr nun. Weitere Starts und Sits gibt es wie bereits erwähnt dann im Podcast zu hören.

Mittlerweile stehe ich 0 zu 3 bei meinen Tipps für das TNF und es tut mir leid, Packers-Fans, aber diesmal gehe ich mit der Heimmannschaft und freue mich auf ein passlastiges 30:26 für die Käseköpfe.

Das Nordlicht und der älteste unter uns Jungspunden hier. American Football begleitet mich seit den 90ern. Die erste große Liebe waren die 49ers, die Liebe für's Leben kommt aber aus New Orleans. Who dat!

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